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Der Ort Berg hatte 1987 bei der letzten
Volkszählung 470 Einwohner und 127 Gebäude mit Wohnraum. Ist schon die Lage der
Ortschaft auf einer plateuartigen Stufe des von Norden nach Süden zur Donau absteigenden
Geländerückens idyllisch (siehe Galerie Berg), so auch der
Ortskern, der Tradition unseres Bayernlandes angepasst: Die Kirche mit Friedhof im
Mittelpunkt, umgeben von der Schule und dem Dorfwirtshaus. Nicht fehlen eine Bäckerei und
Metzgerei und bis noch vor mehreren Jahren je ein vorderer und hinterer Kramerladen.
Die Kirche mit dem wuchtigen Glockenturm, seit 1299 als bestehend erwähnt, erhielt
seit etwa 1600 das jetzige Aussehen. Der Hochaltar von Josef Deutschmann zeigt die
Kirchenpatrone Petrus und Paulus. Berg war zeitweise eigene Pfarrei, zu der Edenstetten,
Weibing und Rindberg gehörten. 1805 wurde Edenstetten eine eigene Pfarrei und Berg
seitdem eine Filialkirche von Metten. Am 7. April 1974 wurden zwei neue Glocken anstelle
der 1942 abgelieferten von Abt Emmeram Geser geweiht. Unter Pfarrer P. Corbinian und
seinem Nachfolger wurde die Kirche einschließlich der Friedhofsmauer renoviert. Der
Kirchenpfleger Karl Ebner freut sich heute noch über die im Presbyterium entdeckten
Fresken. Am 22. Dezember 1991 wurde eine neue Orgel, aufgestellt von Orgelbaumeister
Michael Mattes, Metten, von Abt Wolfgang Hagl geweiht.
Das Schulhaus wurde 1872 gebaut. Die Lehrkräfte Franz Schosser, Irmgard Preymann und
Rita Kainz sind den Bergern noch in guter Erinnerung. 1947 wurde vorübergehend eine
dritte Planstelle geschaffen. Ab 1971 wieder zweiklassig für acht Jahrgänge. Bei der
Schulreform 1977 wurde die Berger Schule aufgelöst und in die Grund- bzw. Hauptschule
Metten eingegliedert. Das Gebäude wurde in die Denkmalliste aufgenommen und ist jetzt im
Besitz von Rudolf Zenger.
Im Dezember 1966 wurde anstelle der Hausbrunnen eine Wasserversorgung von Riedfeld aus
in den Ort gepumpt, ab 1992 Anschluss an die Fernwasserversorgung Frauenau/Flanitzalm. Ab
1988 baute die Firma Streicher eine 3000 Meter lange Abwasserbeseitigung samt
Ortskanalisation.
Wer durch Berg in Richtung Egg wandert, wird an dem letzten Haus die Inschrift lesen,
die wie ein Rufer der Zeit uns anhält zum Nachdenken:
Dies Haus ist mein und doch nicht mein,
dem Zweiten wird es auch nicht sein,
den Dritten trägt man auch hinaus -
drum Wanderer sag, wem ist dies Haus?
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