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Als Gründer des Klosters Metten gilt, aufgrund der Nachforschungen des verstorbenen Paters Wilhelm Fink OSB, der selige Gamelbert, Priester und Eigenkirchherr aus Michaelsbuch. Er erwarb Mitte des 8. Jahrhunderts vom bayerischen Herzog Tassilo am linken Donauufer zwischen den damaligen Herzoghöfen Deggendorf und Mariaposching ein größeres Waldstück, für das er eine bestimmte Steuer, die sogenannte „Medema", zahlte. Dieser Begriff blieb als Bezeichnung für die Gegend bestehen. Im Laufe der Jahre bildete sich daraus für das Kloster und den Ort der Name Metten.

 

UttobrunnKirche.jpg (25599 Byte)Der erste Abt, Utto, ein Patenkind Gamelberts, lebte anfänglich in einer Einsiedelei, dem heutigen Uttobrunn, und hat von hier aus das Kloster errichtet. Baumaterial, Holz und Granit war genügend vorhanden. Die Bauern aus dem Gäu leisteten Hand- und Spanndienste. Im Jahre 766 zogen zwölf Mönche aus der Reichenau in Metten ein, wo bereits ca. 300 Menschen ansässig waren. Im Laufe der Jahre siedelte das Kloster eine Reihe von Handwerkern an.

Bei seiner Gründung stand Metten unter dem Schutz des Bayernherzogs Tassilo. Als nach 788 Karl der Große drei Jahre in Regensburg weilte, übergab Utto sein Kloster in die Hand des Frankenherrschers. So wurde aus dem herzoglichen ein königliches Kloster. Nach dem Aussterben der Karolinger wurde Metten Reichsabtei.

Im Jahre 1051 erhielt Metten von Kaiser Heinrich III. das Recht an den drei Pfingsttagen und dem Fest des hl. Michael einen Jahrmarkt mit Zoll, Bann und Zwing abzuhalten. Da es zwischen den Bischofsständten Passau und Regensburg an der Donau damals keine Städte und Märkte gab, war Metten Mittelpunkt eines ausgedehnten Wirtschaftsgebietes.

 

StMichael.jpg (25636 Byte)Als 1058 das Kloster den Babenbergern unterstellt wurde, sank Metten, das Kloster und sein Hof zur Bedeutungslosigkeit herab. Als zweiter Gründer des Klosters Metten gilt der Babenberger Herzog Jasomirgott. 1157 berief er Mönche nach Metten, um das klösterliche Leben zu erneuern. Mit dem Tod des letzten Babenbergers (1246) trat jedoch eine Änderung ein. Das Kloster unterstellte sich dem Schutz der Bayern-Herzöge und dem Geschlecht der Wittelsbacher. Der Ort Metten wurde nun eine Hofmark, in der der Abt des Klosters die niedere Gerichtsbarkeit ausübte. Mit der Säkularisation im Jahre 1803 wurde das Kloster aufgehoben und erst 1830 wieder errichtet. Es unterhält bis heute ein weit über den deutsche Sprachraum hinaus bekanntes humanistisches und neusprachliches Gymnasium. Über die Bevölkerungszahl in Metten aus früheren Jahren sind nur spärliche Daten überliefert. 1885 z. B. zählte die Gemeinde 1.858 Einwohner. Dieser Stand ändert sich im Vergleich zur Volkszählung von 1939 kaum. Dagegen stieg die Einwohnerzahl nach dem Zweiten Weltkrieg zeitweise sprunghaft, bedingt durch die Zuwanderung von Heimatvertriebenen und Flüchtlingen, bis auf 3.400 an. Zur Zeit zählt Metten rund 4.100 Einwohner.

Seit dem letzten Krieg verschoben sich die Erwerbsquellen, die früher Schwerpunkte einerseits in der Landwirtschaft, andererseits in der Steinindustrie hatten, auf eine Vielzahl neu entstandener kleinerer und größerer Gewerbebetriebe. Metten hat heute sein Gesicht völlig gewandelt, gehört mit zu den aufstrebenden Gemeinden im Landkreis Deggendorf und ist seit 1966 Marktgemeinde. So hat sich Metten im Laufe der Jahrhunderte aus einer Ansiedlung der Arbeiter und Angestellten des Klosters zu einer selbständigen, fortschrittlichen Marktgemeinde entwickelt.

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