Markt Metten

Markt Metten

Kloster und Markt - Miteinander leben - auf dem Fundament der Geschichte

Metten geht auf die um 766 gegründete Benediktinerabtei St. Michael
zurück. Die Aufgabe des Klosters war die Rodung sowie die Kolonisation im Bayerischen Wald und in der Ostmark. Im 10. Jahrhundert erlosch das Kloster und wurde später durch ein weltliches Kanonikerstift ersetzt.
Wiederansiedelung von Mönchen, Brände, sowie die Herausbildung einer bedeutenden Schreib- und Malschule kennzeichneten die wechselhafte Geschichte des Klosters.
Kloster

Nach dem 30jährigen Krieg wurden die Kirche, der Festsaal und vor allem die Bibliothek barock umgestaltet. Der Leitspruch der Benediktiner "Ora et labora et lege" - bet´ und arbeit´ und lies´ - kam dabei prächtigst zur Entfaltung. Noch heute ist die unvergleichliche Bibliothek ein Besuchermagnet.

1803 fiel das Kloster der Säkularisation zum Opfer. 1830 wurde es von König Ludwig I. als erstes Benediktinerstift in Bayern wiedererrichtet und mit Seelsorge, Erziehung und Wissenschaft betraut.

Direkt an die Klosterkirche angrenzend entstand 2007 ein barocker
Prälatengarten mit einer der weltweit nur drei Benediktsäulen des Künstlers Josef Michael Neustifter (Eggenfelden). Sie ist ein Geschenk der Bramenkamp-Stiftung (Landau a. d. Isar). Heute ist Metten u.a. Ausgangspunkt für den Pilgerweg Via Nova.

Mehr als ein Jahrtausend war das Kloster der Siedlungskern und das
kulturelle Zentrum Mettens. Daneben entwickelte sich das "weltliche
Metten". Zwischen 1858 und 1939 lag die Einwohnerzahl unter 2000. Nach dem Zweiten Weltkrieg stieg die Zahl, bedingt durch Vertriebene und Flüchtlinge, sprunghaft auf bis zu 3400.

Der Markt Metten, mit heute gut 4500 Einwohnern wird im nördlichen
Bereich von den Hängen der Vorberge des Bayrischen Waldes, im Süden von der Donau begrenzt, wobei das Poldergebiet eine bauliche Ausdehnung entlang des Flusslaufes weitestgehend ausschließt. Zum Ortsteil Berg mit seiner Kirche aus dem 13. Jh. besteht - landschaftlich bedingt - eine gewisse räumliche Trennung, ebenso wie zu den Siedlungsgebieten Zeitldorf, Mettenbuch, Schalterbach und Uttobrunn.

Verkehrstechnisch ist die Marktgemeinde gut an die Autobahnen A3 und A 92 angebunden. Schnell erreichbar sind der Bahnhof in Plattling (ICE-Haltepunkt) und der Flughafen München. Metten verfügt über eine gute Infrastruktur: Die alltägliche Grundversorgung ist gewährleistet, Ärzte, Apotheken und Sporteinrichtungen sind in ausreichender Anzahl vor-handen. Die Nähe zu Deggendorf erweitert die Versorgungsmöglichkeiten enorm. Lobenswert ist die aktive Arbeit der mehr als zwei Dutzend Vereine, wobei das von diesen gemeinsam durchgeführte und umfangreiche Ferienangebot für Kinder hervorzuheben ist.